Die siebte Ausgabe der Jägermeister Wirtshaus Tour vereinte Manchesters Post-Punk-Tadition mit frankophiler Drumcomputer-Akrobatik in Bochum.

Dass die Jägermeister Wirtshaus Tour früher oder später im Ruhrpott halt machen musste war abzusehen. Schließlich findet man kaum wo eine solche Dichte an originären Arbeiter-Spelunken und urigen Eckkneipen. Das Jägermeister Wirtshaus fand seine temporäre Heimat im Bochumer Tauffenbach. Eher gutbürgerlich als Working-Class, aber ohne Zweifel ein echtes Original. Arbeiterklasse schwang hingegen umso mehr im Sound des britischen Duos autoKratz mit, die sich ganz in der Traditionslinie ihrer Heimatstadt Manchester bewegten und das musikalische Erbe der geschichtsträchtigen Industrie-Metropole in den Pott verfrachteten. Nicht ohne Grund kollaborierten die Briten schon mit Peter Hook, dessen Band New Order prototypisch für den kühlen New Wave und Post-Punk der britischen Stadt steht. So durften die Gäste eine Brise Factory-Spirit im gutbürgerlichen Ambiente schnuppern.

Während sich der Franzose Thibaut Berland alias Breakbot auf seinen Einsatz vorbereitete, fanden Kicker, Dart, Kegelbahn und Tischtennis regen Zulauf. Vor allem die Ping-Pong-Schläger waren zu späterer Stunde fast genauso gefragt, wie der ausgeschenkte Kräuterlikör. In der Kombination bildete sich schnell ein illustrer Rundlauf-Wettbewerb, der sich erst mit den nach draußen schwappenden Bässen von Breakbots Live-Set auflöste. Der Franzose repräsentierte   die Ed Banger typische Symbiose aus knarzigen Synthie-Bässen und elegant gefilterten Disco-Samples durchaus überzeugend und setzte so einen schönen Schlussakzent. Zumindest was das Live-Programm anging, weiter getanzt wurde freilich auch nach den letzten Klängen des Franzosen. (Text: Philip Fassing, Quelle: Jägermeister)

Die ADK Medienagentur, Bereich Veranstaltungstechnik stellte den gesamten bühnentechnischen Support mit Bühne, Beleuchtung und Beschallung zur Verfügung.

Ein Video zum Event finden Sie HIER (Quelle: putpat.tv)

Anbei ein paar Foto Impressionen:

Fotocredit: Sebastian Gabsch